*Gegenstand der Validierung waren insbesondere die Nachvollziehbarkeit, Dokumentation und Überprüfbarkeit der zugrunde liegenden Annahmen, Ziele und Maßnahmen sowie der Ressourcen-, Finanzierungs- und Monitoringprozesse zum Zeitpunkt der Prüfung. Auf Grundlage der durchgeführten Prüfung wurden keine Hinweise festgestellt, dass die zukunftsgerichtete Umweltaussage zum Zeitpunkt der Prüfung nicht auf nachvollziehbaren, dokumentierten und überprüfbaren Grundlagen beruht oder den angewandten Prüfkriterien widerspricht. Die Validierung erfolgte auf Grundlage der zum Prüfzeitpunkt vorliegenden Informationen und im Rahmen eines stichprobenbasierten Prüfverfahrens mit eingeschränktem Grad an Sicherheit. Sie stellt weder eine Bestätigung noch eine Garantie der zukünftigen Zielerreichung dar. Die Verantwortung für die Umsetzung des Umsetzungsplans sowie für die Erreichung des Klimaziels verbleibt bei der Volkswagen AG.
Natur
Als produzierendes Unternehmen sind wir in vielfältiger Weise mit der Natur verbunden – entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis hin zur Nutzung und Wiederverwertung unserer Fahrzeuge. In der Dimension Natur setzen wir an drei Handlungsfeldern an: Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft sowie Biodiversität und Ökosysteme.

Dekarbonisierung: Wir treiben die Dekarbonisierung in der Wertschöpfungskette voran

Wir berücksichtigen die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens bei der Weiterentwicklung unserer Dekarbonisierungsstrategie und arbeiten daran, die Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette schrittweise zu reduzieren.
Über die vergangenen Jahre haben wir die Elektrifizierung unserer Neufahrzeugflotte stetig vorangetrieben: 2025 waren 11 % der weltweit verkauften Pkw rein batterieelektrische Fahrzeuge, in Europa (EU27+4) sogar 19 %. Über unsere Konzerntochter Elli bieten wir Zugang zu mehr als 600.000 Ladepunkten und unterstützen so den Hochlauf der Elektromobilität und den Ausbau der Ladeinfrastruktur.
Zudem erhöhen wir den Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energiequellen in unserer globalen Produktion und fördern den Ausbau entsprechender Energieinfrastruktur im Rahmen unserer Beschaffungs- und Energieprojekte.
Der Volkswagen Konzern verfolgt das vom Konzernvorstand bestätigte Ziel, die Summe der absoluten Scope-1- und Scope-2-Emissionen (marktbasiert) aller Produktionsstandorte bis 2040, um mindestens 90 % gegenüber 2018 zu reduzieren. Der geplante Zielpfad, die zugrunde liegenden Maßnahmen sowie die interne Steuerung sind im Umsetzungsplan CO₂e-Ziel Produktion 2040 beschrieben. Der Umsetzungsplan für die zukunftsgerichtete Aussage zum CO2e Ziel Produktion 2040 wurde im September 2026 durch die unabhängige externe Sachverständige TÜV NORD CERT GmbH nach dem Prüfstandard TN-CC 020 validiert.*
Für unsere bilanzierten Scope-3-Emissionen aus der Nutzungsphase verfolgen wir ein von der Science Based Targets initiative (SBTi) validiertes Reduktionsziel: Bis 2030 wollen wir die durchschnittlichen CO₂-Emissionen der Nutzungsphase von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (Scope 3, Kategorie 11) pro gefahrenem Kilometer um 30 % gegenüber dem Basisjahr 2018 reduzieren. Der geplante Zielpfad, die zugrunde liegenden Maßnahmen sowie die interne Steuerung sind im Umsetzungsplan Klimaziel 2030 beschrieben. Der Umsetzungsplan für die zukunftsgerichtete Aussage zum Klimaziel 2030 wurde im September 2026 durch die unabhängige externe Sachverständige TÜV NORD CERT GmbH nach dem Prüfstandard TN-CC 020 validiert.* Auf Basis der derzeitigen Datengrundlage ergibt sich bis Ende 2025 eine Reduktion von rund 17 %. Diese Angabe beruht auf den für den Geschäftsbericht 2025 validierten Scope-3-Daten der Nutzungsphase für 2018 und 2025; die daraus abgeleitete prozentuale Reduktion wurde nicht separat validiert und kann künftigen Rekalkulationen nach festgelegter Methodik unterliegen.
Aktuell entwickeln wir unsere langfristige Dekarbonisierungsstrategie weiter. Ziel ist es, ein aktualisiertes, wissenschaftsbasiertes und belastbares Langfristziel mit klaren Maßnahmen, Zwischenzielen und Fortschrittsindikatoren zu verknüpfen. Unser Anspruch bleibt unverändert: die Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette konsequent zu reduzieren und die Transformation zu einer emissionsärmeren Mobilität aktiv voranzutreiben.
Kreislaufwirtschaft: Wir setzen auf Kreislaufwirtschaft und recycelte Materialien
Die Endlichkeit natürlicher Ressourcen sowie die sozialen und ökologischen Auswirkungen des Rohstoffabbaus machen die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft zu einem zentralen Nachhaltigkeitsthema. Im Fokus steht der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen und zirkulären Materialien. Als zirkuläre Materialien definieren wir Materialien aus technischen oder natürlichen Kreisläufen, darunter neben Rezyklaten auch biobasierte oder CO₂-basierte Materialien. Bereits heute setzen wir in mehreren Modellen der ID.-Familie recycelte Materialien ein, unter anderem bei Dachhimmeln, Stoffen, Teppichen, Sitzbezügen, Türverkleidungen und Dekorflächen. An ausgewählten Standorten haben wir Kompetenzzentren für Kreislaufwirtschaft eingerichtet, etwa unseren „Circular Economy Hub" in Zwickau sowie einen Hub der Marken SEAT und CUPRA in Barcelona.

Ökosystem und Biodiversität: Wir setzen Maßnahmen zur Förderung von Biodiversität und Ökosystemen innerhalb der Wertschöpfungskette und darüber hinaus um
Herstellung und Betrieb unserer Fahrzeuge wirken durch Emissionen, Flächenverbrauch und Transport auf die biologische Vielfalt. Um das Thema Natur von der reinen Risikominderung in eine strategische Steuerungsdimension zu überführen, haben wir eine konzernweite Biodiversitäts- und Ökosystemstrategie entwickelt. Wir arbeitet daran, diese Auswirkungen zu verringern, und richten die Maßnahmen am jeweiligen Einflussgrad entlang der Wertschöpfungskette aus – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis hin zum Recycling. An und um unsere Produktionsstandorte setzen wir konkrete Maßnahmen um, etwa Blühwiesen, das Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern sowie Nisthilfen für Fledermäuse, Vögel und Insekten, abgestimmt auf die lokalen Bedingungen. Zur Förderung der biologischen Vielfalt über unsere eigene Wertschöpfungskette hinaus haben wir 2025 einen Biodiversitätsfonds für externe Natur- und Biodiversitätsprojekte eingerichtet; über die Auswahl der geförderten Projekte entscheidet ein unabhängiges Gremium.




