Als integraler Bestandteil der Strategie regenerate+ der Volkswagen Group finanziert der Biodiversitätsfonds ausgewählte Projekte zum Schutz und zur Wiederherstellung biologischer Vielfalt.
Biodiversitätsfonds
Der Volkswagen Group Biodiversitätsfonds ist eine langfristige Zukunftsinvestition. Ziel des Fonds ist es, weltweit zum Schutz, zur Wiederherstellung und zur Förderung der biologischen Vielfalt beizutragen und damit dem Verlust der Biodiversität als einer der zentralen Umweltherausforderungen unserer Zeit zu begegnen.
Der Biodiversitätsfonds fokussiert sich auf fünf strategische Handlungsfelder:
- Ökosysteme stärken: Unterstützung ausgewählter Projekte, die dazu beitragen, Biodiversität und Ökosysteme zu stärken.
- Beitrag zu Umwelt- und Biodiversitätszielen leisten: Förderung von Projekten, die an die konzernweiten Umwelt- und Biodiversitätsprioritäten sowie an externe Referenzrahmen anknüpfen.
- Engagement für Natur sichtbar machen: Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern aus Naturschutz, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.
- Zukunftsorientierte Lösungen fördern: Unterstützung naturbasierter Ansätze, zum Beispiel Projekte zur Wiederherstellung von Feuchtgebieten, zum Schutz von Lebensräumen oder zur Einbindung lokaler Gemeinschaften in Schutzprojekte.
- Resilienz stärken: Förderung von Projekten mit Bezug zu natürlichen Lebensgrundlagen, Ökosystemleistungen und stabilen Wertschöpfungssystemen.
Von der Volkswagen Group Biodiversitätsfonds geförderte Projekte sollen einen Bezug zu internationalen Biodiversitätszielen und anerkannten naturschutzfachlichen Ansätzen haben. Damit werden die geförderten Aktivitäten in einen breiteren globalen Kontext eingeordnet und anhand der Förder- und Auswahlkriterien des Fonds bewertet.
„Der Schutz von Biodiversität ist eine zentrale Voraussetzung für widerstandsfähige Ökosysteme, stabile Lebensgrundlagen und zukunftsfähiges Wirtschaften. Als globales Industrieunternehmen übernehmen wir Verantwortung und unterstützen gezielt Projekte, die auf wissenschaftlichen oder anerkannten naturschutzfachlichen Ansätzen beruhen.“![]()
Leitlinien für die Projektförderung
Referenzrahmen und globale Ziele
Sofern sinnvoll, werden Projekte ermutigt, ihre Ausrichtung an relevanten internationalen Biodiversitätszielen und -rahmenwerken darzulegen, wie etwa dem Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework (GBF), dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD), dem Planetary-Boundaries-Rahmenwerk oder den Naturschutzstandards der IUCN.
Eine solche Ausrichtung kann beispielsweise durch Beiträge zur Integrität von Ökosystemen, zu Wiederherstellungszielen oder zur Nutzung natürlicher Ressourcen innerhalb definierter ökologischer Kriterien auf Landschafts- oder Meeresebene aufgezeigt werden.
Transparenz & Wirkung
Die geförderten Projekte werden während ihrer gesamten Laufzeit sowohl von der Volkswagen Group als auch von ERM begleitet. Grundlage hierfür ist ein wirkungsorientierter Monitoring-Ansatz, der sich am Theory-of-Change-Modell des Fonds orientiert und untersucht und dokumentiert, inwieweit Projektaktivitäten zu messbaren Ergebnissen für Natur und Biodiversität beitragen. Definierte Indikatoren werden regelmäßig über die gesamte Projekt- und Förderlaufzeit hinweg erhoben, um Fortschritte systematisch nachzuverfolgen und Wirkungen transparent zu bewerten.
Darüber hinaus wird jährlich ein Wirkungsbericht erstellt und veröffentlicht, der die Beiträge des Fonds zu den angestrebten Zielen und langfristigen Wirkungen darstellt. Dies erhöht die Transparenz über erzielte Effekte, unterstützt die Verbesserung der Maßnahmen und liefert Erkenntnisse für zukünftige Förderentscheidungen. Auf diese Weise soll neben der Finanzierung der Projekte evidenzbasiertes Wissen über geeignete Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung der Biodiversität aufgebaut werden.
Förderschwerpunkt
Der Biodiversitätsfonds unterstützt Projekte, die einen Bezug zum Schutz, zur Wiederherstellung oder zur Nutzung von Ökosystemen innerhalb definierter ökologischer Kriterien haben.
Besonderes Augenmerk wird auf Projekte gelegt, die:
- einen messbaren ökologischen Beitrag anhand definierter Kriterien adressieren,
- langfristig angelegt oder skalierbar sind,
- lokale Akteure und Gemeinschaften aktiv einbinden und
- auf anerkannten wissenschaftlichen oder naturschutzfachlichen Ansätzen basieren.
Förderrahmen
Pro Förderzyklus wird eine begrenzte Anzahl von Projekten ausgewählt. Die Förderzyklen sind jährlich geplant. Aktuell können ausgewählte Projekte eine Förderung bis einschließlich 2029 erhalten.
Auswahlprozess
Die Auswahl der geförderten Projekte folgt einem strukturierten, fünfstufigen Prozess, der Transparenz und Robustheit sicherstellt, den Bezug zur biologischen Vielfalt berücksichtigt und zugleich eine fundierte, nachvollziehbare und qualitätsgesicherte Entscheidungsfindung ermöglicht.
Organisationen sind eingeladen, ihre Projektvorschläge im Rahmen der Projektaufrufe des Fonds einzureichen. Alle Anträge werden zunächst geprüft, um die strategische Ausrichtung an den Zielen des Fonds sowie die Einhaltung definierter Förderkriterien, Governance-Anforderungen sowie sozialer und ökologischer Schutzstandards sicherzustellen. Förderfähige Projekte werden anschließend anhand transparenter Vorauswahlkriterien bewertet, darunter ihr potenzieller Beitrag zur biologischen Vielfalt, ihre strategische Relevanz für die Biodiversitätsziele des Fonds, ihre Umsetzbarkeit, ihr Risikoprofil sowie die Leistungsfähigkeit der umsetzenden Organisation. Ausgewählte Projekte werden einer vertieften fachlichen und ökologischen Prüfung unterzogen.
Die abschließenden Förderentscheidungen werden durch das zuständige Entscheidungsgremium getroffen, unterstützt durch den Sustainability Council der Volkswagen Group. Ausgewählte Projekte werden durch Kooperationsvereinbarungen formalisiert und während der gesamten Förderlaufzeit überwacht, um Wirkungserreichung und Rechenschaftspflicht sicherzustellen.






