Finanzielle Grundlage und Investitionen
m veränderten Marktumfeld plant die Volkswagen Group mit einem finanziellen Gerüst, das auf einen durchschnittlichen weltweiten Absatz von 9 Millionen Fahrzeugen ausgerichtet ist. Bis 2030 strebt der Konzern eine operative Umsatzrendite von 9 Prozent an. Das liegt im Mittelpunkt der finanziellen Ambition von 8 bis 10 Prozent und entspricht einem operativen Ergebnis von rund 31 Milliarden Euro an. Für die Gemeinkosten – übergeordnete Ausgaben, die keinem spezifischen Produkt zugeordnet sind – wurde eine Zielgröße von 37 Milliarden Euro genannt.
Für Sachanlagen sowie Forschung und Entwicklung sieht der Zukunftsplan im Planungszeitraum 2027 bis 2031 eine Zielgröße von 135 Milliarden Euro vor. Die konkreten Sachinvestitionen sowie Forschungs- und Entwicklungskosten werden im Rahmen der Planungsrunde 75 validiert, konkretisiert und dem Aufsichtsrat erneut zur Entscheidung vorgelegt.
Fokus auf attraktive Modellpalette und weniger Angebotskomplexität
Bis 2035 reduziert die Volkswagen Group ihre Modellpalette um rund 50 Prozent und orientiert sie noch stärker an den veränderten Kundenerwartungen in den verschiedenen Weltregionen. Das bedeutet: weniger Überschneidungen in den Segmenten, keine Doppelstrukturen, geringerer Aufwand. Dafür mehr Volumen pro Modell mit höheren Margen.
Nach dem gleichen Prinzip wird die Komplexität der Ausstattungsoptionen gesenkt – in einem Umfang von etwa 75 Prozent. Das führt zu deutlich gezielteren Investitionen in bessere Angebotspakete für Kundinnen und Kunden.
Plattformen, Elektronik-Architekturen, Fahrassistenzsysteme und Software werden auf die Anforderungen der westlichen und östlichen Hemisphäre ausgerichtet. Dabei ist klar zugeordnet, was die Volkswagen Group selbst entwickelt, was sie gemeinsam mit Partnern vorantreibt und welche Leistungen sie zukauft. Ziel ist es, Spitzentechnologien zu skalieren und Komplexität zu senken.
Programm für Operative Exzellenz
Ein konzernweites Programm für Operative Exzellenz bündelt die Kräfte von Technischer Entwicklung, Beschaffung, Produktion, Qualität und Vertrieb. Zugleich senkt es die Gemeinkosten. Ziel sind effizientere Abläufe, mehr Geschwindigkeit und eine spürbare Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.
Schlankere Führung, schnellere Entscheidungen
Schlankere Führungsstrukturen, klare Verantwortlichkeiten und kürzere Entscheidungswege sollen den Teams mehr Verantwortung und eine schnellere Umsetzung ermöglichen. Für Führungskräfte ist zudem ein einheitliches Performance- und Bonussystem vorgesehen, das Leistung, Ergebnis und gemeinsamen Erfolg stärker in den Mittelpunkt stellt.
Wettbewerbsfähige Produktionsstruktur in Europa
Für die europäischen Werke soll bis Ende Juni 2027 ein Konzept für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Produktionsstruktur entwickelt werden. Der Aufsichtsrat hat zur Kenntnis genommen, dass im Volkswagen Konzern in Europa eine Produktionsüberkapazität von 500.000 Fahrzeugen besteht. Zudem kann für die Werke Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm – gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 – aktuell keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gewährleistet werden. Für diese Standorte werden parallel alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft.