Der Volkswagen Konzern verfolgt bei der Entwicklung von Technologien keinen einheitlichen Ansatz. Abhängig von der jeweiligen Technologie und ihrer strategischen Relevanz setzt der Konzern auf eigene Kompetenzen, entwickelt Lösungen gemeinsam mit Partnern oder greift auf etablierte externe Expertise zurück. Ziel ist es, frühzeitig die richtigen Technologie- und Beschaffungsentscheidungen zu treffen, Entwicklungsprozesse zu beschleunigen und erfolgreiche Lösungen konzernweit zu skalieren.
„Bei unserer Transformation geht es darum, schneller, weniger komplex und wettbewerbsfähiger zu werden. Das bedeutet, unsere Ressourcen gezielt einzusetzen, Entwicklungszeiten zu verkürzen und frühzeitig die richtigen Technologieentscheidungen zu treffen, um bessere Produkte zu entwickeln und echten Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen. Starke Partnerschaften sind ein wichtiger Bestandteil dieses Ansatzes“, sagt Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. „Als europäisches Unternehmen mit globaler Präsenz verbindet der Volkswagen Konzern seine technologischen und industriellen Kompetenzen mit einem weltweiten Partnernetzwerk. So erschließen wir neue Expertise, teilen Entwicklungsaufwand und Investitionen, beschleunigen Innovationen und skalieren erfolgreiche Lösungen über unsere Märkte hinweg. Mit einem klaren Ziel: Wir wollen der ‚Global Automotive Tech Driver‘ sein“, ergänzt Blume.
Dafür arbeiten Technische Entwicklung und Beschaffung zunehmend bereits in frühen Phasen der Produktentwicklung zusammen, wenn die Produktkonzepte entstehen. Gemeinsam bewerten sie Technologien, bestimmen den jeweils wirkungsvollsten Entwicklungs- und Beschaffungsansatz und stimmen die Umsetzung ab. Indem technische und kaufmännische Perspektiven frühzeitig zusammengeführt werden, lassen sich zusätzliche Kosten im weiteren Prozess vermeiden und größere Spielräume für Innovationen und Funktionen schaffen, die unseren Kunden den größten Mehrwert bieten.
„Die IZB ist eine wichtige Plattform für die Region, die Stadt Wolfsburg und für den Volkswagen Konzern. Internationale Unternehmen und Start-ups hier vor Ort, in unmittelbarer Nähe zu unseren Entwicklungs- und Beschaffungsteams, zusammenzubringen, schafft die Voraussetzungen für konkrete Zusammenarbeit“, sagt Karsten Schnake, Mitglied des Erweiterten Konzernvorstands und Mitglied des Markenvorstands Volkswagen für den Geschäftsbereich Beschaffung. „Die Messe zieht ein breites und vielfältiges Spektrum an Zulieferern an und stößt zugleich auf wachsendes Interesse bei Technologieunternehmen. Das zeigt, wie wichtig eine engere Zusammenarbeit zwischen unserer Industrie und der Technologiebranche wird und welche Chancen sich daraus für beide Seiten ergeben. Unser Ziel ist es, diese Branchenplattform für den Austausch mit führenden Unternehmen zu nutzen, neue Chancen zu identifizieren und vielversprechende Ideen in starke Business Cases zu überführen.“
Auf der IZB setzt der Volkswagen Konzern diesen Ansatz in fünf Group Hubs konkret um. Für jeden Hub hat der Konzern spezifische Herausforderungen und relevante Zukunftstechnologien identifiziert und Lieferanten, Technologieunternehmen und Start-ups dazu eingeladen, ihre Projekte und Expertise einzubringen.
Ingenieurinnen und Ingenieure der Technischen Entwicklung sowie Expertinnen und Experten der Beschaffung nutzen die Hubs, um gemeinsam mit den teilnehmenden Unternehmen mögliche Anwendungen und Wege zur Industrialisierung zu erarbeiten. Die 365 Lösungen und Projekte, die im Rahmen des Call for Proposals des Volkswagen Konzerns für die IZB 2026 eingereicht wurden, verdeutlichen die Bandbreite der Expertise im Lieferanten- und Technologienetzwerk.
„Die Volkswagen Group Hubs spiegeln wider, wie wir Technologie und Innovation über das gesamte Fahrzeug hinweg vorantreiben.
Dabei konzentrieren wir uns auf ein breites Spektrum konkreter technischer und industrieller Themen, von Kreislaufmaterialien und dem Cockpit der Zukunft bis hin zu Software und KI“, sagt Kai Grünitz, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen für den Geschäftsbereich Technische Entwicklung. „Innovation ist für uns kein Selbstzweck. Es geht darum, Lösungen zu finden, die echten Mehrwert schaffen, sie schnell zu entwickeln sowie umzusetzen und über unsere Fahrzeugplattformen hinweg skalierbar zu machen.“
Konkrete Beispiele verdeutlichen diesen Ansatz, etwa die auf der IZB bekannt gegebene neue Partnerschaft des Volkswagen Konzerns mit NXP Semiconductors. Sie zeigt, wie gezielte Technologiekooperationen dazu beitragen können, wichtige Kompetenzen zu stärken.
Der Austausch mit internationalen Partnern geht über die IZB hinaus. Im Anschluss an die Zulieferermesse findet am 30. Oktober der Deutsch-Chinesische Automobilkongress in der Autostadt statt, für den der Volkswagen Konzern den Veranstaltungsort bereitstellt. Die Konferenz bringt den Konzern, Vertreter aus Politik und Zulieferindustrie sowie chinesische Unternehmen zusammen, um über Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Chancen in der Automobilindustrie zu diskutieren.







