In diesem Jahr begrüßte die Volkswagen Group das Präsidium des Deutschen Chorverbandes – mit seinem Vorsitzenden Christian Wulff, Bundespräsident a.D. Volkswagen Group und der Deutsche Chorverband verbindet eine vielfältige Kooperation und beiden Partnern ist eine lebendige Erinnerungskultur ein wichtiges Anliegen. Zusammen haben sie im Sommer an interessierte Chöre eine Noten-Edition neu arrangierter deutsch-jüdischer Lieder vergeben. Einzelne Werke daraus präsentierte der Juventis Jugendchor aus Celle unter der Leitung von Stephan Doormann während der Gedenkveranstaltung.
Thomas Schäfer, Mitglied des Konzernvorstandes und CEO Marke Volkswagen stellte in seinen Gedenkworten heraus: „Die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten und an ihre vielen Opfer lässt mit der Zeit nach. Deshalb ist es für uns eine zentrale Aufgabe, diesem Vergessen aktiv entgegenzuwirken. Wir wollen verhindern, dass Tatsachen relativiert oder geleugnet werden. Gemeinsam setzen wir uns entschieden gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Diskriminierung ein – heute und in Zukunft.“
Die Vorsitzende des Konzernbetriebsrates, Daniela Cavallo, sagte: „Immer mehr hochbetagte Holocaust-Überlebende sterben und mit ihnen die Chance für ein Zeugnis aus erster Hand. Walter Frankenstein, Eva Schloss, Marian Turski und Margot Friedländer sind nur einige Beispiele aus jüngster Zeit. Die größte Sorge der Holocaust-Überlebenden ist es, dass ihre Erinnerungen in der Nachwelt verblassen. Wir stehen somit vor einer Tür, die sich unaufhaltsam schließt. Und das in einem politischen Umfeld, vor dem es insbesondere den Zeitzeugen graut. Daher ist es nun an uns, neue Türen zu öffnen. Das Liederbuch ist ein wunderbares Beispiel für eine solche Initiative.“
Christian Wulff, Präsident des Deutschen Chorverbandes und Bundespräsident a.D., betonte in seiner Rede: „Unsere zentrale Aufgabe ist, die Erinnerung wach zu halten, auch für die nachfolgenden Generationen. Der Deutsche Chorverband trägt mit Projekten wie zum „Deutsch-Jüdischen Liederbuch“ noch weit mehr zur Erinnerungskultur bei: Wir bauen hier und heute Brücken zwischen Religionen und Kulturen, und das in einer Zeit, in der andere Mauern errichten. Die Chormusik schafft diese Verbindungen, sie stiftet Mut, Zuversicht und Zusammenhalt.“
Die Volkswagen Group steht für eine kontinuierliche Erinnerungsarbeit an ihren Standorten und kooperiert seit fast 40 Jahren mit dem Internationalen Auschwitz Komitee IAK und der Gedenkstätte Auschwitz. Im Jahr 1987 – und damit noch vor dem Mauerfall – startete auf Initiative des Konzernbetriebsrates das erste gemeinsame Projekt in Auschwitz mit Auszubildenden von Volkswagen aus Deutschland. Seit 1989 führen die Begegnungen Auszubildende aus Deutschland und Polen gemeinsam in Auschwitz zusammen, wo sie vor Ort bei den Erhaltungsarbeiten der Gedenkstätte behilflich sind. Seit 2008/2009 nehmen auch Führungskräfte – darunter Meisterinnen und Meister – an den intensiven Erinnerungsprogrammen teil. Darüber hinaus unterstützt die Volkswagen Group auch die internationale Arbeit der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.








