Als Projektpartner für das automatisierte Fahren haben Bosch und CARIAD die Basis gelegt, um ADAS-Fahrfunktionen (Advanced Driver Assistance System) in den Massenmarkt zu bringen. Die Fahrfunktionen auf Level 2 unterstützen Autofahrer umfangreich bei der Fahraufgabe und ermöglichen in ihrer höchsten Ausprägung auch sogenannte “handsfree”-Fahrfunktionen in unterschiedlichen Verkehrssituationen. Der Einsatz von KI innerhalb von ADAS-Systemen führt zu leistungsstärkeren und intelligenteren Fahrerassistenzsystemen, die so natürlich wie ein menschlicher Fahrer agieren.
Das System wurde mit Entwicklungsfahrzeugen in Europa, Japan und Nordamerika getestet und basierend auf dieser Datengrundlage, die von einer eigenen Flotte von Datensammelfahrzeugen im dreistelligen Bereich erhoben wurde, trainiert. Neben diesen eigenen Entwicklungs- und Datensammelfahrzeugen haben die Projektpartner zudem Fahrzeugflotten von Logistikdienstleistern, Leasinggesellschaften und Servicefahrzeugen ausgerüstet, die täglich weltweit im Einsatz sind. Diese Flotten stellen eine gute Datengrundlage zum Trainieren der Algorithmen sicher. Dabei werden extrem seltene Situationen, auch „Corner Cases“ genannt, erfasst, um das System auch für diese anspruchsvollen Bedingungen zu trainieren und zu validieren. Allein in diesen Flotten waren bis zu 1 500 Fahrzeuge weltweit unterwegs.
„Fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme werden für unsere Kundinnen und Kunden immer entscheidender. Sie machen das Fahren sicherer, komfortabler und einfacher. Deshalb halten wir im Volkswagen Konzern an unserem Ziel fest, hochautomatisiertes Fahren nach Europa und Nordamerika zu bringen, und fokussieren unsere Strategie konsequent darauf. CARIAD und Bosch haben gemeinsam in der Automated Driving Alliance dafür eine starke technologische Grundlage geschaffen. Darauf bauen wir jetzt auf – mit klarem Fokus auf Tempo, Skalierung und die schnelle Umsetzung für unsere Marken und Kunden“, so Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns.
„Wir haben zusammen leistungsfähige und wettbewerbsfähige Technologien für das assistierte und automatisierte Fahren bis Level 2 entwickelt und damit einen technischen Meilenstein erreicht. Dieser ermöglichten sowohl Hands-On- als auch Hands-Free-Fahren in unterschiedlichen Ausprägungen – maßgeschneidert für verschiedene Märkte weltweit. Die mit CARIAD gemeinsam entwickelten ADAS-Technologien werden in den anstehenden Hochläufen bei VW und anderen Kunden eingesetzt. Bosch ist beim automatisierten Fahren breit aufgestellt: Wir nutzen starke Partnerschaften wie in China, setzen zeitgleich aber konsequent auf unsere eigenen Entwicklungen. Aus dieser starken Position agieren wir auch in Zukunft“, sagt Markus Heyn, Bosch-Mobility-Chef und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung.
„Die Ergebnisse unserer Zusammenarbeit mit Bosch sind ein wichtiger Meilenstein für CARIAD. Gemeinsam haben wir leistungsfähige Fahrerassistenz-Technologien bis Level 2 entwickelt. Diese sind eine starke Basis für beste Kundenfunktionen und Kosten bei unseren Fahrzeugen. Für die partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe möchte ich mich ausdrücklich bedanken. Auf diesem Fundament bauen wir jetzt mit mehr Eigenverantwortung auf. ADAS-Systeme mit leistungsfähiger KI werden die nächste Generation automatisierter Fahrfunktionen prägen“, so Peter Bosch, CEO von CARIAD.
Christoph Hartung, CTO von Bosch Mobility ergänzt: „In Zukunftsfeldern wie dem automatisierten Fahren ist es zunächst sinnvoll, in der Entwicklung die Kräfte zu bündeln. Das haben wir getan und gemeinsam die technologische Basis für skalierbare ADAS-Lösungen geschaffen. Wir haben für unseren Software-Stack bereits weltweit Aufträge von namhaften Fahrzeugherstellern gewonnen. Alle Projekte befinden sich im Zeitplan, was die geplanten Serienstarts anbetrifft. Dass unsere hauseigenen KI-basierten ADAS-Lösungen konkurrenzfähig sind, zeigen wir zum Beispiel auf dem besonders umkämpften Markt in China.“
Mit dem Abschluss der Entwicklungspartnerschaft haben beide Projektpartner Zugriff auf ein breites Portfolio gemeinsamer IP sowie Daten, die sie im Rahmen der Automated Driving Alliance geschaffen haben. Die gemeinsam erzielten Ergebnisse werden beide Unternehmen jeweils in Serienprodukte einbringen und darüber hinaus weiterhin an der Weiterentwicklung der entstandenen Lösungen arbeiten.





