“Wir werden Volkswagen noch zukunftsfähiger aufstellen.“
Weniger Komplexität, mehr Fokus: So richtet die Volkswagen Group Produkte, Technologien und Strukturen auf die Zukunft aus.
Geopolitische Krisen, Handelskonflikte, hohe regulatorische Anforderungen, unberechenbare Märkte, verschärfter Wettbewerb – die Welt hat sich in den letzten zwölf Monaten noch einmal dramatisch verändert. Diese Entwicklungen treffen die gesamte Automobilindustrie wie unter einem Brennglas und härter als viele andere Industrien. Hersteller oder Zulieferer haben die gleichen Aufgaben zu lösen.
Um in diesem anspruchsvollen Umfeld dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben, tritt die Volkswagen Group jetzt in die nächste Phase der Transformation. „Die nächsten Jahre werden entscheidend sein. Deshalb handeln wir entschlossen. Nicht in einem weiteren Projekt mit Anfang und Ende – sondern in einem dauerhaft angelegten Transformationsprozess. Mit einem Ziel: Unseren Konzern noch robuster, noch erfolgreicher – und noch zukunftsfähiger aufzustellen“, sagte Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Group, bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen Ende Juli 2026.
Oliver Blume, CEO der Volkswagen Group
Die zunehmenden geopolitische Spannungen verteuern Rohstoffe und Waren. Allein die US-Zölle belasten den Konzern mit rund fünf Milliarden Euro jährlich – durch direkte Kosten und verlorenes Absatzvolumen. Gleichzeitig bricht der Gesamtmarkt in China ein, im ersten Halbjahr um rund 20 Prozent. Und das bei weit über 500 neuen Modellen – ganz überwiegend von chinesischen Herstellern, die den Kunden in den ersten sechs Monaten neu vorgestellt wurden. Zudem drängen die chinesischen Hersteller mit hoher Geschwindigkeit aggressiv nach Europa und gewinnen schnell Marktanteile.
Die Volkswagen Group hat sich in den vergangenen drei Jahren bereits grundlegend neu ausgerichtet und geht die anspruchsvollen Aufgaben der Zukunft in Folge jetzt aus eigener Kraft an. „Wir haben deshalb im Konzernvorstand einen Zukunftsplan entwickelt. Auf Basis unserer Fortschritte, unserer aktuellen Aufstellung und der zu erwartenden Risikolage. Und im Sinne einer fortlaufenden Transformation unseres Unternehmens. Mit klarem Fokus: starke Produkte, überzeugende Technologien, konsequente Arbeit an unserer Wettbewerbsfähigkeit“, so CEO Oliver Blume auf der Hauptversammlung im Juni 2026.
Dazu gehört auch, dass die Volkswagen Group ihre weltweite Produktion an die massiv veränderte Lage in den Märkten anpasst. Der Konzern richtet sich auf ein Niveau von rund neun Millionen Fahrzeugen pro Jahr aus. Das entspricht der aktuellen Nachfrage. Gleichzeitig werden Verwaltung, Planung und Entwicklung effizienter aufgestellt. Schlankere Führungsstrukturen vereinfachen und beschleunigen Entscheidungen.
„Meine Motivation ist, Volkswagen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen – strategisch, technologisch und mit solider Kostenbasis. Dafür kämpfen wir“, sagte Arno Antlitz, CFO und COO der Volkswagen Group, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ im April 2026. „Und ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingt. Im Unternehmen gibt es ein gemeinsames Verständnis: Es geht in den nächsten Monaten um die langfristige Zukunft von Volkswagen.“ Dabei steht für Arno Antlitz eines im Mittelpunkt, wie er auf LinkedIn schreibt: „Weniger Komplexität ist der Schlüssel.
Dr. Arno Antlitz, CFO und COO der Volkswagen Group
Im Rahmen des Zukunftsplans wird es auch darum gehen, die Stärken von Marken und Gesellschaften der Volkwagen Group noch stärker zu vereinen und auszubauen. „Audi ist ein zentraler Baustein des Konzerns – und Teil der Lösung. Unser gemeinsames Ziel ist ein langfristiger, tragfähiger Fahrplan für die Zukunft. Audi hat bereits Mut zur Erneuerung bewiesen – mit schmerzhaften Entscheidungen wie der Schließung des Werks in Brüssel“, betonte Gernot Döllner, CEO der Audi AG, bei der Vorstellung der Quartalszahlen im Juni 2026. „Kunden kaufen einen Audi, einen Volkswagen, einen Cupra oder einen Lamborghini. Eigenständige Marken sind daher eine Stärke, keine Schwäche. Trotzdem suchen wir weiter nach Synergien. Vor allen Dingen geht es dabei auf der technologischen Seite um die gemeinsame Entwicklung von Plattformen und die gemeinsame Entwicklung von Software und Elektro-Architekturen“, so Jürgen Rittersberger, Vorstand für Finanzen, IT und Recht der Audi AG, in der „Welt“ im April 2026.
Auch für Porsche ist die Zusammenarbeit im Konzern von zentraler Bedeutung. „Porsche kann allein in der heutigen Form nicht überleben. Bei Themen wie autonomem Fahren oder Plattformen profitieren wir von gemeinsamen Investitionen und von Größenvorteilen im Konzern. Und wir haben sehr gute Regeln für die Zusammenarbeit“, sagte Michael Leiters, CEO der Porsche AG, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ im Juni 2026.
Bei allen Maßnahmen der Transformation steht Nutzen und Attraktivität der Fahrzeuge für unsere weltweiten Kundinnen und Kunden im Mittelpunkt. So wird die Modellpalette schrittweise um bis zu 50 Prozent gestrafft, die Vielfalt der Varianten deutlich fokussiert – ohne Nachteil für die Kundinnen und Kunden. Denn bei allen Investitionen und Entwicklungsressourcen in Produkte und Technologien ist der Fokus: Größter Kundenmehrwert und maximaler Erbegnis-Beitrag. „Wir reduzieren Komplexität. Fokussierte Produkte. Weniger Varianten. Höheres Volumen pro Modell. Und ein noch stärkerer Zuschnitt auf die Erwartungen unserer Kundinnen und Kunden in den Regionen“, so CEO Oliver Blume auf der Hauptversammlung im Juni 2026.
Auch die Technologien des Konzerns werden im Rahmen der Transformation fokussiert. Plattformen, Elektronikarchitekturen und Software werden harmonisiert und auf die Anforderungen der westlichen Märkte und Chinas ausgerichtet. Ziel ist es, Skalen- und Synergieeffekte noch wirkungsvoller zu nutzen, Parallelstrukturen zu vermeiden und die technologische Wettbewerbsfähigkeit der Volkswagen Group weiter zu stärken.
„Volkswagen hat sich bereits stark verändert. Bei den Schlüsseltechnologien der E-Mobilität sind wir gut unterwegs“, erklärte Thomas Schmall, Technik-Vorstand der Volkswagen Group, der Deutschen Presse Agentur (dpa) im April 2026. Mit den in den vergangenen Jahren aufgelegten Effizienzprogrammen sei der Konzern „heute robuster, handlungsfähiger und besser aufgestellt“. „Wir stehen als Volkswagen für Wertschöpfung in Deutschland. Aber dafür müssen wir jetzt die Bedingungen schaffen, um es auch wirtschaftlich darstellen zu können“, so Schmall.
„Gleichzeitig entstehen zwei Technologie-Sphären. Jeweils für den Westen und Osten. Mit unterschiedlichen gesetzlichen Vorgaben und technologischen Standards. Darauf haben wir den Konzern eingestellt: mit jeweils eigenen unabhängigen technischen Lösungen und Partnern für die Regionen“, sagte Ralf Brandstätter, Mitglied des Vorstands der Volkswagen Group für China, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ im April 2026.
Insgesamt konzentriert sich die Volkswagen Group in ihrer Transformation auf ihr automobiles Kerngeschäft. Die Ziele sind klar gesetzt: Mehr Fokus, geringere Komplexität und zusätzliche finanzielle Flexibilität. Gleichzeitig werden neue Wachstumsfelder aus unseren Technologien, Kompetenzen und Kundenbeziehungen heraus erschlossen.
Oliver Blume fasste es bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen zusammen: „Wir haben es selbst in der Hand. Mit unseren starken Marken und Produkten. Unserer klaren Strategie. Und einem Team, das liefern kann. Rund 660.000 Beschäftigte weltweit. Die jeden Tag entwickeln, produzieren, verkaufen und Fortschritt gestalten.“
Zukunftsplan: Volkswagen Group steht vor nächster Phase der Transformation
Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Informationen zum Zukunftsplan der Volkswagen Group. Bei Bedarf wird die Seite entsprechend aktualisiert.
Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch, den Stromverbrauch, die CO₂-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.
Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, D-73760 Ostfildern oder unter www.dat.de/co2 erhältlich ist.