Grundlage für künftigen Erfolg
Die Volkswagen Group tritt jetzt in die nächste Phase der Transformation. Der Konzern hat sich in den vergangenen drei Jahren auf Basis seiner Top-10-Programme strukturell neu aufgestellt und technologisch saniert, begleitet von Performance-Programmen in allen Marken und Gesellschaften. Die zentralen Ziele bei Produkten, Technologien und in den Regionen wurden erreicht – teils schneller als geplant. Trotz massiver geopolitischer und externer finanzieller Gegeneffekte, die in großem Umfang kompensiert werden konnten.
Modelloffensive, Softwarestrategie und Neuausrichtung des China-Geschäfts
Mit der größten Modelloffensive seiner Geschichte, deutlich verbesserten Produkten in Design, Qualität und Technologie, einer neuen globalen Softwarestrategie und einer grundlegenden regionalisierten Neuausrichtung seines China-Geschäfts hat der Konzern die Voraussetzungen geschaffen, aus eigener Kraft eine erfolgreiche Zukunft zu gestalten. Finanziell behauptet sich das Unternehmen in einem zunehmend intensiven Marktumfeld robust im Wettbewerb. Als klarer Marktführer in Europa erreichte die Volkswagen Group im vergangenen Jahr bei Elektrofahrzeugen erstmals einen höheren Marktanteil als bei Verbrennern. Im ersten Quartal 2026 startete der Konzern als Marktführer in China und erreichte in Südamerika den stärksten Marktanteil seit über 10 Jahren.
Zukunftsplan für die nächste Phase der Neuausrichtung
In den vergangenen zwölf Monaten hat sich die Weltlage weiter zugespitzt. Geopolitische Spannungen, steigende Kosten – im Wesentlichen durch Zölle – wachsende Regulierungsanforderungen und ein zunehmend intensiver globaler Wettbewerb haben die Herausforderungen für die Automobilindustrie in einer ohnehin tiefgreifenden Transformationsphase verschärft. Daraus abgeleitet hat der Vorstand der Volkswagen Group einen umfassenden Zukunftsplan entwickelt, der das Unternehmen noch robuster gegen äußere Einflüsse und zunehmende Risiken aufstellt und so nachhaltig seine Wettbewerbsfähigkeit stärkt – mit klarem Fokus auf das automobile Kerngeschäft.
Gestraffte Modellpalette und reduzierte Angebotskomplexität
Die Modellpalette wird schrittweise um bis zu 50 Prozent gestrafft und konzentriert sich auf die attraktivsten Marktsegmente. Die Angebotskomplexität – zum Beispiel die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen – wird um bis zu 75 Prozent reduziert. Damit werden Investitionen und Entwicklungsressourcen auf die Produkte und Technologien fokussiert, die den größten Mehrwert für Kundinnen und Kunden sowie den höchsten Wertbeitrag für den Konzern liefern.
Harmonisierte Technologiefelder
Die zentralen Technologiefelder Plattformen, Elektronik-Architekturen und Softwarelandschaften werden auf die Anforderungen der westlichen und östlichen Hemisphäre jeweils harmonisiert und konzentriert. Ziel ist es, konzernweite Synergien noch stärker zu heben, technologische Parallelstrukturen abzubauen und die Technologieführerschaft weiter zu stärken. Dafür setzt die Volkswagen Group auf wettbewerbsfähige Technologien mit hohem Skalierungspotenzial und klarem Kundennutzen.
Angepasste technische Kapazitäten
Mit der weiteren Straffung seiner technischen Kapazitäten passt der Konzern sein Produktionsnetz an die veränderte Marktlage und den massiv wachsenden Wettbewerb an. Markenübergreifendes Ziel ist ein nachfragegerechtes Niveau von rund 9 Millionen Einheiten pro Jahr. Das Unternehmen war in der Vor-Corona-Zeit auf rund 12 Millionen Fahrzeuge investiert und hat mit der Reduzierung von 2 Millionen Einheiten bereits große Fortschritte erzielt. Weitere Schritte folgen in China und Europa. Parallel werden Entwicklung und indirekte Bereiche effizienter aufgestellt. Dabei helfen Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Shared Services, Produktivität und Geschwindigkeit zu steigern. Durch schlankere Führungsstrukturen werden Entscheidungswege vereinfacht.
Fokus auf automobiles Kerngeschäft
Die Volkswagen Group konzentriert sich auf ihr automobiles Kerngeschäft. Das Beteiligungs- und Investitionsportfolio wird auf seinen strategischen Beitrag, seine Rendite und seine Kapitalbindung ausgerichtet – mit dem Ziel, mehr Fokus, geringere Komplexität und zusätzliche finanzielle Flexibilität zu schaffen. Die Ende Juni erzielte Vereinbarung zur Veräußerung einer Mehrheitsbeteiligung an Everllence unterstreicht die konsequente Umsetzung dieser Strategie. Mit einem Mittelzufluss von rund 7,4 Milliarden Euro stärkt die Transaktion zugleich die Substanz des Konzerns und erweitert den finanziellen Spielraum für die strategische Weiterentwicklung der Volkswagen Group.
Gestärkte Wettbewerbsfähigkeit
Das umfassende Maßnahmenpaket wird die robuste Position der Volkswagen Group in einer für die Automobilindustrie anspruchsvollen Phase des weltweiten Umbruchs weiter verbessern. Die Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit ist zugleich ein Beitrag zur Zukunft des Industriestandorts Deutschlands. Mit einer erfolgreichen Transformation wird die Volkswagen Group die Voraussetzungen für Wachstum, Investitionen und nachhaltige Wertschöpfung ausbauen.










