Hintergrund und Kontext
Die Volkswagen Group steht vor der nächsten Phase der Transformation. Der Konzern hat sich in den vergangenen drei Jahren auf Basis seiner Top-10-Programme strukturell neu aufgestellt und technologisch saniert, begleitet von Performance-Programmen in allen Marken und Gesellschaften. Die zentralen Ziele wurden erreicht – teils schneller als geplant. Trotz massiver geopolitischer und finanzieller Gegeneffekte, die in großem Umfang kompensiert werden konnten.
In den vergangenen zwölf Monaten hat sich die Weltlage weiter zugespitzt. Geopolitische Spannungen, steigende Kosten – im Wesentlichen durch Zölle – wachsende Regulierungsanforderungen und ein zunehmend intensiver globaler Wettbewerb haben die Herausforderungen für die Automobilindustrie in einer ohnehin tiefgreifenden Transformationsphase verschärft.
Überblick: Zukunftsplan für die nächste Phase der Neuausrichtung
Der Vorstand der Volkswagen Group setzt die strategische Neuausrichtung des Unternehmens weiter fort, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig zu stärken. Dafür hat der Konzernvorstand hat dem Aufsichtsrat ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit 12 Initiativen und das Zielbild 2030 vorgestellt. Im globalen Marktumfeld ist maßgeblich, das Unternehmen noch robuster, effizienter und schneller aufzustellen. Der Konzernvorstand hat die Umsetzung erster Maßnahmen seines Zukunftsplans bereits gestartet.
Gestraffte Modellpalette und reduzierte Angebotskomplexität
Die Modellpalette wird schrittweise um bis zu 50 Prozent gestrafft und konzentriert sich auf die attraktivsten Marktsegmente. Die Angebotskomplexität – zum Beispiel die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen – wird um bis zu 75 Prozent reduziert. Damit werden Investitionen und Entwicklungsressourcen auf die Produkte und Technologien fokussiert, die den größten Mehrwert für Kundinnen und Kunden sowie den höchsten Wertbeitrag für den Konzern liefern.
Harmonisierte Technologiefelder
Die zentralen Technologiefelder Plattformen, Elektronik-Architekturen und Softwarelandschaften werden auf die Anforderungen der westlichen und östlichen Hemisphäre jeweils harmonisiert und konzentriert. Ziel ist es, konzernweite Synergien noch stärker zu heben, technologische Parallelstrukturen abzubauen und die Technologieführerschaft weiter zu stärken. Dafür setzt die Volkswagen Group auf wettbewerbsfähige Technologien mit hohem Skalierungspotenzial und klarem Kundennutzen.
Angepasste technische Kapazitäten
Mit der weiteren Straffung seiner technischen Kapazitäten passt der Konzern sein Produktionsnetz an die veränderte Marktlage und den massiv wachsenden Wettbewerb an. Markenübergreifendes Ziel ist ein nachfragegerechtes Niveau von rund 9 Millionen Einheiten pro Jahr. Das Unternehmen war in der Vor-Corona-Zeit auf rund 12 Millionen Fahrzeuge investiert und hat mit der Reduzierung von 2 Millionen Einheiten bereits große Fortschritte erzielt. Weitere Schritte folgen in China und Europa.
Parallel werden Entwicklung und indirekte Bereiche effizienter aufgestellt. Dabei helfen Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Shared Services, Produktivität und Geschwindigkeit zu steigern. Durch schlankere Führungsstrukturen werden Entscheidungswege vereinfacht.
Fokus auf automobiles Kerngeschäft
Die Volkswagen Group konzentriert sich auf ihr automobiles Kerngeschäft. Das Beteiligungs- und Investitionsportfolio wird auf seinen strategischen Beitrag, seine Rendite und seine Kapitalbindung ausgerichtet – mit dem Ziel, mehr Fokus, geringere Komplexität und zusätzliche finanzielle Flexibilität zu schaffen.
Gestärkte Wettbewerbsfähigkeit im Ergebnis
Das umfassende Maßnahmenpaket wird die robuste Position der Volkswagen Group in einer für die Automobilindustrie anspruchsvollen Phase des weltweiten Umbruchs weiter verbessern. Die Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit ist zugleich ein Beitrag zur Zukunft des Industriestandorts Deutschlands. Mit einer erfolgreichen Transformation wird die Volkswagen Group die Voraussetzungen für Wachstum, Investitionen und nachhaltige Wertschöpfung ausbauen.












