Wie sieht das Auto der Zukunft aus?
A: Das Auto der Zukunft ist zunehmend elektrisch, digital vernetzt, intelligent und softwaredefiniert. Leistungsfähige Rechner und eine zentrale Software steuern immer mehr Funktionen im Fahrzeug. Per Software-Update kann das Auto neue Funktionen erhalten und bestehende verbessern. So entwickelt es sich auch nach dem Kauf weiter.
Auch das Design verändert sich: Elektrische Antriebe ermöglichen neue Proportionen und geben Designern mehr Freiheit, Karosserie und Innenraum zu gestalten. Gleichzeitig verändert sich, wie wir das Auto erleben und bedienen:
- Intelligente Assistenzsysteme übernehmen mehr Aufgaben.
- Digitale Angebote passen sich stärker an persönliche Wünsche an.
- KI macht es einfacher, mit dem Fahrzeug zu kommunizieren.
Das Auto der Zukunft wird damit nicht allein durch Motor, Karosserie und Ausstattung bestimmt, sondern zunehmend durch Software, Vernetzung und digitale Dienste.
Wie funktionieren Software-Updates im Auto über „over the air“?
A: Bei einem Over-the-air-Update (OTA) wird neue Software über die Mobilfunk- oder Internetverbindung direkt ins Fahrzeug übertragen – ein Werkstattbesuch ist dafür nicht nötig. Steht ein Update bereit, informiert das Auto den Fahrer über das Infotainment-System und lädt die Daten herunter.
OTA-Updates können bestehende Funktionen verbessern, Fehler beheben oder neue Funktionen ermöglichen. Aktualisiert werden etwa:
- Fahrzeugsysteme
- Navigation und Infotainment
- In-Car-Apps
So kann die Software eines Autos auch nach dem Kauf auf dem aktuellen Stand bleiben und sich weiterentwickeln.
Wie lange bleiben digitale Funktionen im Auto aktuell?
A: Digitale Funktionen können heute über viele Jahre aktuell gehalten werden. Software-Updates beheben Fehler und können bestehende Funktionen verbessern oder neue hinzufügen – zum Beispiel bei Betriebssystem oder Navigation. Bei vielen Fahrzeugen funktioniert das teilweise per Over-the-air-Update– ohne Werkstattbesuch.
Wie lange ein Fahrzeug technisch mit neuen Entwicklungen Schritt halten kann, hängt auch von der Hardware ab – Prozessoren, Speicher, Sensoren oder die Mobilfunktechnik lassen sich nicht beliebig per Software erneuern. Deshalb kann ein älteres Fahrzeug weiterhin zuverlässig funktionieren und mit Updates versorgt werden, ohne dieselben digitalen Möglichkeiten wie ein neues Modell zu bieten.
Wie unterscheiden sich Fahrzeuge, wenn sie dieselbe Plattform nutzen?
A: Fahrzeuge auf derselben Plattform teilen sich technische Grundlagen und Komponenten, sie können sich aber deutlich unterschieden – in ihrer Größe, im Antrieb, bei Batterie, Fahrwerk und Ausstattung. Auch Design, Innenraum und Fahrcharakter werden von den einzelnen Marken und für jedes Modell individuell gestaltet.
So entstehen auf derselben technischen Basis ganz unterschiedliche Autos. Ein Beispiel: Der Modulare E-Antriebs-Baukasten (MEB) der Volkswagen Group bildet die Grundlage für viele Modelle, darunter
- der kompakte Volkswagen ID.3
- der SUV Škoda Enyaq
- der sportliche CUPRA Born
- der Volkswagen ID. Buzz
Kurz: Gemeinsame Plattformen ermöglichen eine effiziente Entwicklung und Produktion, ohne die Vielfalt der Modelle einzuschränken.
Wie werden sich Autos und Autofahren in den nächsten zehn Jahren verändern?
A: Autofahren wird in den kommenden zehn Jahren zunehmend elektrisch, digital und komfortabel. So können Fahrzeuge auch Jahre nach dem Kauf neue Funktionen erhalten, die bei Auslieferung noch gar nicht verfügbar waren. Das Auto entwickelt sich also während seiner Nutzungszeit weiter – ähnlich wie wir es vom Smartphone kennen.
Auch das Fahrerlebnis verändert sich. Auf geeigneten Strecken könnten Autos künftig komplette Fahraufgaben übernehmen, sodass wir die Zeit im Auto anders nutzen können. Vollständig autonome Fahrzeuge dürften zunächst vor allem bei Mobilitätsdiensten und Fahrzeugflotten zum Einsatz kommen. So verändert neue Technologie nicht nur das Auto selbst, sondern zunehmend auch die Art, wie wir unterwegs sind.