Was beeinflusst die Haltbarkeit eines E-Auto-Akkus?
A: E-Auto-Batteriensind auf eine lange Lebensdauer ausgelegt – und die richtige Nutzung kann zur langen Haltbarkeit beitragen. Wie schnell ein Akku altert, hängt ab von Ladezyklen und Ladeleistung, Ladezustand, Temperatur und Zellchemie.
Tipps für den Alltag:
- Den Akku zwischen 20 und 80 Prozent halten und nur vor längeren Fahrten vollständig laden.
- Längere Standzeiten mit sehr hohem oder niedrigem Ladezustand vermeiden.
- Bei Hitze möglichst in der Garage oder im Schatten parken.
Wie langlebig moderne E-Auto-Batterien sein können, zeigen Erfahrungen aus der Praxis: Sie erreichen Laufleistungen von bis zu 300.000 Kilometern. Volkswagen garantiertfür acht Jahre oder 160.000 Kilometermindestens 70 Prozent der ursprünglichen nutzbaren Batteriekapazität.
Wie unterscheiden sich Hersteller bei der Batterieproduktion für Elektroautos?
A: Hersteller verfolgen bei E-Auto-Batterien unterschiedliche Strategien – von der Zellchemie und dem Zellformat bis zur eigenen Fertigung. Manche entwickeln und produzieren Batteriezellen selbst oder gemeinsam mit Partnern, andere beziehen sie von spezialisierten Zellherstellern. Unterschiede gibt es auch bei Rohstoffbeschaffung, Recycling und Produktionsstandorten.
Die Volkswagen Group bündelt ihre Batterieaktivitäten bei PowerCo und setzt auf die einheitliche Cell.Volkswagen übernimmt dabei immer mehr Schritte der Batterie-Wertschöpfungskette selbst – etwa die Rohstoffbeschaffung, das Recycling und die Produktion in eigenen Zellfabriken.
Welche Zelltechnologien kommen in modernen Elektroauto-Batterien zum Einsatz?
A: In modernen Elektroautos kommen vor allem Lithium-Ionen-Batterien mit unterschiedlichen Zellchemien zum Einsatz:
- NMC-Zellen mit Nickel, Mangan und Kobalt bieten eine hohe Energiedichte – für große Reichweite bei geringem Batteriegewicht.
- LFP-Zellen mit Lithium-Eisenphosphat kommen ohne Nickel und Kobalt aus. Sie sind kostengünstiger und besonders langlebig – und damit für günstigere E-Autos interessant.
Die Volkswagen Group setzt bei ihrer Cell auf unterschiedliche Zellchemien. So lässt sich die Batterietechnologie an Fahrzeugklasse und Anforderungen anpassen.
Welche Batterietechnologien gelten als besonders zukunftssicher für E-Autos?
A: Besonders vielversprechend sind Feststoffbatterien. Sie ermöglichen künftig eine höhere Energiedichte – und damit größere Reichweiten, kürzere Ladezeiten und mehr Sicherheit. Auch bei der Lebensdauer verspricht die Technologie deutliche Fortschritte: Laufleistungen von 500.000 Kilometern könnten möglich werden.
Daneben steckt auch in heutigen Lithium-Ionen-Batterien noch viel Entwicklungspotenzial. Neue Zellchemien und Produktionsverfahren können ihre Energiedichte weiter erhöhen, die Ladezeiten verkürzen und die Kosten senken. Damit werden auch bewährte Batterietechnologien leistungsfähiger und wirtschaftlicher.
Mit unserem Batterieunternehmen PowerCo treiben wir beide Technologien konsequent voran.
Wie nachhaltig ist die Gewinnung von Batterierohstoffen?
A: Batterierohstoffe wie Lithium, Nickel, Kobalt oder Grafit zu gewinnen, bringt ökologische und soziale Herausforderungen mit sich. Abbau und Verarbeitung können viel Wasser und Energie benötigen, Ökosysteme beeinträchtigen oder Arbeits- und Menschenrechte gefährden.
Die Volkswagen Group will diese Risiken früh erkennen und reduzieren. Dafür prüft sie ihre Lieferketten und führt Audits bei Lieferanten, Raffinerien und Minen durch. Dabei arbeitet der Konzern unter anderem mit der unabhängigen Initiative IRMA zusammen – der Initiative for Responsible Mining Assurance. Gleichzeitig gewinnt Recycling an Bedeutung: Wertvolle Rohstoffe aus alten Batterien werden zurückgewonnen und für neue Batterien genutzt.